Heideglas Uelzen ist Partner beim Kompetenzzentrum Digitales Handwerk


Februar 2019 - 1. Workshop in Krefeld

So, wie Maschinen das Bauen erleichtern, können auch digitale Werkzeuge sowohl bei der Organisation als auch bei der Durchführung helfen. Die Varianten der digitalen Werkzeuge sind allerdings umfänglich und die Bedürfnisse nicht einfach zu definieren. Deshalb möchte das Schaufenster Digitales Bauen im Kompetenzzentrum Digitales Handwerk mit einem Leitbetrieb unterstützen. Bei einem Leitbetrieb handelt es sich um einen (fiktiven) Betrieb, der innerhalb eines Produktionsbereichs die besten Voraussetzungen hat und als Leitbild - also als Ideal, Vorbild - fungiert. Der erste Leitbetrieb soll für das Glaserhandwerk entwickelt werden. Um die Praxisrelevanz sicherzustellen, arbeiten neben Heideglas Uelzen auch noch die Glaserei Horn aus Salzgitter, die Plickert Glaserei-Betriebe GmbH aus Berlin, die Glaserei Sommer GmbH aus Hamburg sowie die Glaser-Innung Niedersachsen an der Erstellung mit.

 

Im ersten Schritt wird seit Januar 2019 ein Leitfaden zur Prozessaufnahme durch das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk erstellt, dieser wurde mit den Praxispartnern in einem ersten Workshop am 06.02.2019 in den Bildungszentren des Baugewerbes e.V. in Krefeld evaluiert und wird nun noch angepasst. Anschließend folgen die Prozessaufnahmen bei den Praxispartnern. Dafür wird das Team des Schaufensters Digitales Bauen mindestens eine Woche in jedem der vier Betriebe die Prozesse aufnehmen. Parallel erfolgen die Auswertung, Modellierung und Darstellung der Prozesse für die jeweiligen Unternehmen. Im Anschluss werden unter der Mitarbeit der Praxispartner standardisierte Prozesse für das Glaserhandwerk erstellt. Diese sollen auch andere kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, ihren Betrieb mithilfe von digitalen Werkzeugen wettbewerbsfähig zu halten und die Arbeit dadurch zu erleichtern.


August 2018 - Kennenlernen bei Heideglas Uelzen

Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk informiert bundesweit Unternehmer und Führungskräfte aus dem Handwerk über die betrieblichen Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien und leistet Hilfestellung bei der praktischen Umsetzung in den Betrieben. Da einige Prozesse im Unternehmen eine detailliertere Dokumentation benötigen, suchte auch Heideglas Uelzen die Unterstützung der Förderinitiative. Diese präsentierte dem Meisterbetrieb die Möglichkeiten der digitalen Prozessmodellierung mithilfe der grafischen Modellierungssprache BPMN (Business Process Model and Notation), die eine Erstellung von international standardisierten Prozessmodellen ermöglicht. In einem ersten Workshop wurde zunächst ein einzelner Prozess identifiziert, für den sowohl ein Prozessstreckbrief als auch eine Prozessüberblick- und ein Prozessdetailmodell mithilfe von BPMN erstellt wurden. Im weiteren Verlauf des Projektes sollen auch andere im Unternehmen ablaufende Geschäftsprozesse visualisiert werden, um somit das Prozessverständnis für alle Beteiligten zu steigern. Darüber hinaus trägt die detaillierte Abbildung der Prozesse auch dazu bei, mögliche Schwachstellen aufzudecken und Optimierungspotenziale sichtbar zu machen.

Bild (v.l.): Lukas Wieberg, Matthias Große-Kreul, Nils Koch to Krax, Dr. Martina Schneller, Tanja Neumann, Hanna Neumann, Thorsten Neumann, Jonas Neumann
Bild (v.l.): Lukas Wieberg, Matthias Große-Kreul, Nils Koch to Krax, Dr. Martina Schneller, Tanja Neumann, Hanna Neumann, Thorsten Neumann, Jonas Neumann